Berlin Bilder der 30er Jahre

Berlin
Bilder der 30er Jahre

plus Buchtipps mit historischen Farbbildern und ein Video mit Bildern aus dem Berlin der 30er Jahre habe ich hier zusammengefasst.

Die frühen 30er Jahre in Berlin waren eine glückliche Zeit für die Menschen.
Die Folgen des ersten Weltkrieges waren überwunden. Wirtschaftlich ging es nach der Weltwirtschaftskrise bergauf. Von den Nazis war im Alltag noch nichts zu spüren.
Man war Hauptstadt und feierte sich ein bischen selber. Kunst, Kultur, Musik und Bauwesen florierten.

Aus dieser Zeit sind mir einige alte Bilder zugänglich geworden. Diese Gelegenheit habe ich genutzt um eine Videopräsentation herzustellen. Der Style hat was von einem alten Fotoalbum und ist mit Musik aus dieser Zeit von Rudi Schuricke vertont.

Die gerade seinerzeit neu von Agfa entwickelte Farbfotografie machte ganz hervorragende Bilder in bisher nie gesehehener Farbenpracht möglich.
Der Berliner Sammler von Fotos und Dias, Michael Sobotta hat seine Schatzkästlein geöffnet und ein sehr sehenswertes Buch heraus gebracht.

Berlin in frühen Farbdias

Bis zu den schweren Zerstörungen Berlins im zweiten Weltkrieg war die Reichshauptstadt eine der reizvollsten und quirligsten Metropolen Europas. Die beeindruckende Pracht der Schlösser und Palais, der mondänen Hotels und modernen Warenhäuser, der Vergnügungspaläste und repräsentativen Boulevards ist heute jedoch oft nur von Schwarzweiß-Aufnahmen bekannt.
Echte Farbaufnahmen sind sehr selten.
Der Berliner Michael Sobotta, seit Jahrzehnten passionierter Sammler historischer Farbdias, hat für diesen Band rund 150 bislang unveröffentlichte Bilder aus seinem Archiv ausgewählt.
Aufgenommen in den Jahren 1936 bis 1943, stammen sie fast ausschließlich von Hobbyfotografen. Bilder von offiziellen Anlässen wie dem Mussolini-Besuch 1937 oder dem „Führergeburtstag“ 1939 wechseln mit zufälligen Straßenszenen, Aufnahmen bekannter Sehenswürdigkeiten und Schnappschüssen von Familienausflügen.
Sachkundig kommentiert, geben die einmaligen Farbaufnahmen einen kleinen Eindruck vom wahren Berliner Alltagsleben während des „Dritten Reiches“.  besonders die DDR Geschichtsschreibung und Propaganda hat alles aus dieser Zeit sehr negativ dargestellt. Wir müssen anerkennen das es für die durchschnittliche Bevölkerung auch eine vernünftige Lebensführung gab. Schauen Sie sich diese Bilder an, verstehen Sie die Zeit und schwelgen Sie in Erinnerungen.

Autor: Michael Sobotta
Gebundene Ausgabe: 120 Seiten (als neues Buch ausverkauft)
Verlag: Sutton Verlag GmbH;
Auflage: Neue Auflage 2013 (1. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954002906 / ISBN-13: 978-3954002900

Zum Betrachten der Fotos auf dem Smartphone oder dem Tablet gibt es nur eine
kindle Ausgabe von „Berlin in frühen Farbdias“

Das finde ich nicht gut,daß keine print Ausgabe mehr zur Verfügung steht, denn das Buch ist auch als Geschenk und als Erinnerungstück für ältere Personen geeignet, denen Smartphone und Tablet nicht nahe stehen.

Das Berliner Kultur- und Nachtleben wird in diversen Büchern ausführlich dargestellt.
Als Beispiel möchte ich ein Buch aus den 90er Jahren vorstellen.

Tanzdielen und Vergnügungspaläste: Berliner Nachtleben in den dreissiger und vierziger Jahren

Eins der besten Bücher zum Thema populäres Musikleben im Berlin der 1930er-Jahre (und darüber hinaus). Sorgfältig recherchiert, mit zahlreichen Quellen dokumentiert und dabei wunderbar zu lesen. Wer diese aufregende Zeit mag, dem sei das Buch von Knud Wolffram wärmstens empfohlen. Sein Wert liegt im Bereitstellen Hunderter historischer Bilder, Zeitungsanzeigen und Bauplänen. Auch wenn der Schwerpunkt auf Berlin und seinen Lokalen liegt, sind manche Kapitel so allgemein geschrieben, dass man sie exemplarisch für die urbane Alltagskultur im Deutschen Reich von 1925 bis 1945 lesen kann.
Ende der zwanziger Jahre entstanden in den größeren Städten des Deutschen Reiches die Tanzpaläste und Vergnügungsstätten die wie Pilze aus dem Boden schossen: Lokale wie das »Moka Efti« oder das »Resi« in Berlin, das »Colosseum« in Essen, der »Admirals-Palst« in Chemnitz öffneten mit viel Tamtam ihre Pforten.
Manche dieser Häuser hatten 1000 oder 2000 Sitzplätze.
Im Gründerfieber der Jahre von 1927 bis 1929 übertrafen sich die Architekten an Finessen, schufen kühne Innenräume – manche bis zu zehn Meter hoch – von nie gesehener Atmosphäre. Einige Säle waren im Stil des Barock eingerichtet – mit Guckkastenbühne und Logen, Stoffbespannungen an den Wänden und aufwändigen Deckenmalereien.
Andere waren im Stil des schlichter wirkenden Expressionismus gehalten oder glänzten durch technische Neuerungen wie Tischtelefone, illuminierte Wanddekorationen oder Konfetti-Lichtkugeln, die sich im schummrigen Licht bunt-glitzernd drehten.
Im Berliner »Haus Vaterland« spielten zwölf Kapellen abwechselnd auf mehreren Bühnen, tanzten mehr als 20 Revue-Girls. Unter der strahlenden Kuppel des »Alkazar« flogen die tanzenden Pigettys in ihrer »Luftrevue« durch den Ballsaal. Wenn irgendwo, so konnte man hier von einem pulsierenden Nachtleben sprechen, denn in Berlin entwickelte sich eine Lebendigkeit, die konsequent in der Dämmerung ihren Anfang nahm und erst am anderen Morgen endete.


Tanzdielen und Vergnügungspaläste: Berliner Nachtleben in den dreissiger und vierziger Jahren (Reihe Deutsche Vergangenheit)

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Autor: Knud Wolffram
Taschenbuch: 252 Seiten
Verlag: Edition Hentrich
Auflage: 2., erw. Aufl. (1. Januar 1995)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3894681691 / ISBN-13: 978-3894681692

Zu diesem Buch gibt es zwei Musik CD´s „Tanzdielen und Vergügungspaläste“ Vol. 1 und Vol. 2. Damit bekommen Bilder und Texte auch einen Klang.

Tanzdielen & Vergnügungspaläste Vol.1


Tanzdielen & Vergnügungspaläste Vol.1

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Tanzdielen & Vergnügungspaläste Vol.2


Tanzdielen & Vergnügungspaläste Vol.2

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Alle Musiktitel sind auch einzeln zum Download verfügbar.

Berlin-Sounds Of An Era

opulenter Geschichts- und Bildband von den 20er Jahren bis 1950 in Berlin mit 3 Musik CD´s

Berlin – Moloch und Muse! Ob Mode, Musik, Kabarett, Theater oder Film – am „Freudenhaus Europas” führte kein Weg vorbei.
So prägen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts radikale künstlerische Erneuerung und brisante politische Umbrüche und das Bild der Stadt. Depression und höchste Not auf der einen, Musik und Tanz auf der anderen Seite bestimmen den Rhythmus der Metropole. In noblen Hotels, Cafés und Bars feiert die mondäne Gesellschaft ihrem Ende entgegen …
Die Kombination seltener Fotografien und historischer Tonaufnahmen aus privaten Archiven bietet ein sinnlich-opulentes Kaleidoskop der Hauptstadt. Glanz und Elend, Glamour und Grauen während der turbulent-dämonischen Jahrzehnte von 1920 – 1950.

Der Autor Marko H. C. Paysan ist deutscher Historiker. Er studierte Neuere Deutsche Geschichte, Germanistik sowie Literatur an den Universitäten Hannover, Berlin und Hamburg. Neben seinen beruflichen Tätigkeiten in den Bereichen PR und Marketing veröffentlicht er Aufsätze über Filmmusik, Alltagskultur und den Jazz in Deutschland. Paysan ist ein begnadeter Sammler von Literatur, Artefakten und Schellack-Platten.
Er lebt und arbeitet in Berlin.

Lassen Sie sich vom äußeren Design dieses Buches nicht täuschen.
In der Vorschau bei amazon Deutschland sehen wie akribisch und anspruchsvoll das innere des Buches mit seltenen Fotos und einem schönen, zeitlosen Design gestaltet ist.
Als Geschenk uneingeschränkt zu empfehlen!

MUSIK von:
EFIM SCHACHMEISTER, THE COMEDIAN HARMONISTS, BARNABAS VON GÉCZY, DAJOS BÉLA, LUD GLUSKIN, WILL GLAHÉ, JUAN LLOSSAS, MAREK WEBER, BERNHARD ETTÉ, JACK HYLTON, BILLY BARTHOLOMEW, TEDDY STAUFFER, ROBERT GADEN uvm.

FOTOGRAFIEN von:
FRIEDRICH SEIDENSTÜCKER, WILLY RÖMER, SONJA GEORGI (ARBEITEN IN DER SAMMLUNG F.C. GUNDLACH, HAMBURG), HANNS HUBMANN uvm.

Berlin-Sounds Of An Era: Fotobildband inkl. 3 Audio CDs (Deutsch, Englisch)

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Autor: Marko H. C.  Paysan
Gebundene Ausgabe: 348 Seiten
Verlag: earBOOKS
Auflage: 1 (17. Mai 2016)
Sprache: Deutsch und Englisch
ISBN-10: 3943573176 / ISBN-13: 978-3943573176
Größe: 28,7 x 3,8 x 28,4 cm

Viel Spaß mit historischem Swing und alten Fotografien aus Berlin …

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